Einkaufen im Internet - Elektronik und Elektro Shops
Immer mehr Menschen wickeln ihre Einkäufe über das Internet ab. Die Produktvielfalt ist schier unüberschaubar: Bücher, Software, Elektroartikel, Reisen, Lebensmittel und vieles andere. Trotzdem ist Vorsicht geboten. Nicht jeder Anbieter ist seriös, oder bietet günstigere Konditionen als der Laden um die Ecke.
Kein Onlineshop ist wie der andere. Es gibt Vor- und Nachteile, die stark anbieterabhängig sind und somit keine Allgemeingültigkeit besitzen.
Vorteile
Die Vorzüge des Onlineshopping liegen klar auf der Hand: keine Parkplatzsuche, keine anfallenden Parkhausgebühren, keine Warteschlangen, fehlender Ladenschluss (Einkaufen rund um die Uhr), günstigere Preise, bequemes Bestellen von zu Hause, ein größere Produktpalette und einiges mehr.
Nachteile
Aber jede Medaille hat zwei Seiten. Die Nachteile sind mehr denn je anbieterabhängig: es entstehen hohe Versandkosten, die Bezahlmöglichkeiten sind stark begrenzt und fallen meist zugunsten des Händlers aus, längere Lieferzeiten müssen eingeplant werden, die Funktionsprobe entfällt – im Gegensatz zum Ladenkauf, Beratung findet oft über teure Servicenummern statt, Datenübertragungen sind nicht sicher (keine SSL Verbindung → kein "https://"), einmal gezahltes Geld ist nur unter großen Schwierigkeiten zurückzubekommen.
Die Wahl des richtigen Onlineshops
Zunächst ist die Identität des Anbieters zu prüfen. Im Impressum müssen folgende Daten genannt sein: der Firmenname, die Anschrift (kein Postfach), die Rechtsform, die Unternehmensregisternummer und eine Telefon- oder Faxnummer.
Ein weiterer Blick gilt den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB). Diese sollten genau durchgelesen werden. Hier stehen wichtige Informationen u.a. zur Versandart, zum Widerrufsrecht, Zahlungsmodalitäten, Gewährleistungen und Rückgaberegelungen.
In der Regel gilt für Onlinekäufe ein Widerrufsrecht von 14 Tagen. Kosten für Rücksendungen unter einem Warenwert von 40 € hat der Käufer zumeist selbst zu tragen.
Achten sollte der Käufer auf eine ansprechend gestaltete Webseite. Produktkategorien müssen übersichtlich angeordnet sein. Viele Onlineshops bieten mittels Ampelsystem einen schnellen Blick auf die Verfügbarkeit der Artikel. Die Preise sind deutlich hervorzuheben. Über Anklicken auf das gewünschte Produkt gelangt der Artikel in den virtuellen Warenkorb. Spätestens vor Ende des Bestellvorganges muss der Endbetrag (inkl. Versandkosten) auf dem Bestellformular erkennbar sein. Der Käufer sollte sich vor Augen führen, dass ein schwerer Plasmafernseher höhere Versandkosten verursacht als ein Laptop. Nach der Bestellung erhält der Kunde eine Auftragsbestätigung per E-Mail. Erst durch diese Auftragsbestätigung kommt der Vertrag zustande. Wem die Onlinebestellung zu unsicher ist, der sollte sich informieren, ob ein telefonischer Auftrag möglich ist.
Ein weiteres Kriterium ist die Beratung. Achten sollte der Käufer darauf, ob ein Unternehmen telefonisch über eine 0180er-Servicenummer oder zum Orts- bzw. Ferngespräch erreichbar ist. Kundenfreundliche Onlineshops bieten darüber hinaus Kontaktformulare für die unmittelbare Kommunikation an. Ist die Beratung freundlich und kompetent dann steht einem Kauf nichts mehr im Wege. Sollten jedoch immer noch Zweifel herrschen dann kann man in Internetforen Erfahrungsberichte anderer Käufer zurate ziehen.
Preise vergleichen
Verbraucher mit kleinem Budget sollten auf Preissuchmaschinen zurückgreifen. Aber auch diese Sache hat oft einen Haken. Ähnlich wie bei normalen Suchmaschinen zahlen Anbieter Geld für eine höhere Listung. Einige Preissuchmaschinen listen neben dem Produkt und dem Preis auch die Verfügbarkeit des Artikels auf.
Es gibt unzählige Suchdienste, darunter:
Bezahlarten
Hat der Käufer seine Artikel ausgewählt wird er im Onlinebestellformular nach der gewünschten Zahlungsart gefragt. Nicht jeder Onlineshop bietet alle Zahlungsweisen an. Aus Angst vor Zahlungsausfällen und Betrügereien beschränken sich die meisten Anbieter auf Zahlungen per Vorkasse, Lastschrift oder Kreditkarte. Nachfolgend sind die gängigsten Bezahlarten kurz aufgeführt.
Vorkasse
Der Käufer zahlt im voraus per Überweisung auf das Konto des Anbieters, wartet bis der Händler den Zahlungseingang verbucht hat und erst dann wird die Ware auf die Reise geschickt. In der Regel ist der Endpreis etwas geringer, durch den "Vertrauensvorschuss" an den Händler. Sollte jedoch die bestellte Ware nicht ankommen hat der Verbraucher große Schwierigkeiten sein Geld zurückzubekommen.
Lastschrift
Hier übermittelt der Kunde seine Bankdaten an den Onlineshop. Die Ware wird schneller versand als bei Vorkasse. Gefällt dem Käufer die Ware nicht, kann er sich das Geld leichter zurückholen. Allerdings ist während der Datenübermittlung auf eine sichere SSL Verbindung zu achten. Diese ist gekennzeichnet entweder durch ein Schloss im unteren Bereich des Browsers oder durch ein "s" hinter dem "http" ("https://") in der Browseradresszeile.
Kreditkarte
Die Zahlung erfolgt über die Eingabe der Kreditkartendaten. Ähnlich wie beim Lastschriftverfahren muss auf die sichere Datenübertragung geachtet werden. Die Artikel werden nach Beendigung des Bestellvorganges umgehend ausgeliefert. Unabdingbar ist die regelmäßige Überprüfung der Kreditkartenabrechnung.
Nachnahme
Der Käufer zahlt beim Erhalt der Ware direkt an den Paketboten. Nachnahme ist ein Kompromiss aus Zahlung per Rechnung und Vorkasse. Ein großer Nachteil sind extrem hohe Nachnahmegebühren, die auf den Endpreis aufgeschlagen werden. Der Betrag sollte möglichst passend bezahlt werden, da Paketdienste keine Wechselstuben sind und im schlimmsten Fall, die Ware wieder mitnehmen.
PayPal
Ein weitere Möglichkeit des Bezahlens ist PayPal. Hierzu wird ein virtuelles Konto angelegt. Dazu müssen persönliche Daten bei der Registrierung angegeben werden. Achten Sie auch hier auf eine SSL Verbindung ("https://" in der Adressleiste). Um auf diese Art und Weise bezahlen zu können muss der Kunde zunächst einen Betrag von seinem normalen Bankkonto auf das PayPal-Konto überweisen. Von dort kann er dann bequem die offenen Beträge begleichen. Geldtransfers sind so innerhalb kürzester Zeit abzuwickeln. In der Regel fallen keine Gebühren an. Jedoch sollten Änderungen in den AGB zur Kenntnis genommen werden.
Rechnung
Die bequemste und sicherste Art des Bezahlens. Die Vorteile liegen klar auf Seiten des Kunden. Hier muss der offene Betrag innerhalb einer vorgegebenen Frist an den Hädler überwiesen werden. Jedoch bietet kaum ein Onlinehändler diese Zahlungsart an. Die schlechte Zahlungsmoral vieler Kunden kann als Hauptgrund angeführt werden.
Abschließende Hinweise
Achten Sie darauf, ob Sie bei der Bestellung automatisch der Verwendung Ihrer Daten zu Werbezwecken o.ä. zustimmen. Manche Anbieter haben im Bestellformular einen Hinweis der, je nach Formulierung, mittels eines Häkchens Zustimmung oder Ablehnung signalisiert. Im Zweifelsfall – schriftlich widersprechen.
Speichern Sie NIE Passwörter oder PIN auf Ihrem Rechner. Verwenden Sie ein klassisches "Codebuch".
Verwenden Sie Virenschutzprogramme, Antispionagesoftware und eine Firewall.
Vorsicht vor so genannten "Phishingmails". Niemals auf Links in solchen E-Mails klicken – Kein Onlineshop fragt Sie nach Ihren Zugangsdaten.

