Einkaufen im Internet - Lebensmittel
Einkaufen im Internet
Lebensmittel und Drogerie Shops
Die Gründe Lebensmittel oder Drogerieartikel online zu bestellen sind vielfältig: Egal ob Krankheit, Zeitmangel oder fehlende Motorisierung – die Möglichkeit sich den Einkauf nach Hause liefern zu lassen wird von einigen Verbrauchern rege genutzt. Die Produktpalette ist groß: Obst, Gemüse, Fleisch, Kosmetika, Düfte, Haushaltswaren und vieles mehr. Nicht jeder Anbieter ist jedoch auch seriös, oder bietet günstigere Konditionen als der Laden um die Ecke.
Ein Onlineshop ist nicht wie der andere. Es gibt Vor- und Nachteile, die stark Anbieterabhängig sind und somit keine Allgemeingültigkeit besitzen.
Vorteile
Die Vorzüge des Interneteinkaufs von Lebensmitteln und Drogerieartikeln sind: bequemes Bestellen von zu Hause, keine Parkplatzsuche, keine Warteschlangen, der fehlende Ladenschluss (Einkaufen rund um die Uhr), ein umfangreiches Sortiment und exotische Produkte. Des weiteren entfällt das Schleppen schwerer Einkaufstüten, und Menschen ohne Fahrgelegenheit können große Mengen bestellen.
Nachteile
Die Nachteile sind mehr denn je Anbieterabhängig: es entstehen Versandkosten, die Bezahlmöglichkeiten sind stark begrenzt und fallen meist zugunsten des Händlers aus. Oft wird kein genauer Liefertermin genannt. Der Käufer muss den ganzen Tag zu Hause bleiben. Die Frische der Lebensmittel ist nicht prüfbar. Das Liefergebiet und Umtauschmöglichkeiten sind stark begrenzt. Datenübertragungen können unter Umständen nicht sicher sein (keine SSL-Verschlüsselung → kein "https://" in der Adressleiste) und einmal gezahltes Geld ist nur unter großen Schwierigkeiten zurückzubekommen.
Die Wahl des richtigen Lebensmittel- und Drogerieshops
Zunächst ist die Identität des Anbieters zu prüfen. Im Impressum müssen folgende Daten genannt sein: der Firmenname, die Anschrift (kein Postfach), die Rechtsform, die Unternehmensregisternummer sowie eine Telefon- oder Faxnummer.
Ein weiterer Blick gilt den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB). Diese sollten genau durchgelesen werden. Hier stehen wichtige Informationen u.a. zur Versandart, dem Widerrufsrecht, Zahlungsmodalitäten, Gewährleistungen und Rückgaberegelungen. Bei einigen Anbietern sind die AGB allerdings sehr kurz geraten. Viele Anbieter haben individuelle Regelungen zum Widerrufs- und Rückgaberecht. Kosten für Rücksendungen unter einem Warenwert von 40 € hat der Käufer selbst zu tragen, das gilt für (fast) alle Shops. Die Rücknahme von Tiefkühl- und Frischware ist in der Regel ausgeschlossen.
Zu achten ist auf eine ansprechend gestaltete Webseite. Produktkategorien müssen übersichtlich angeordnet und die Lieferbarkeit der Produkte sollte überprüfbar sein. Die Preise sind deutlich hervorzuheben. Über anklicken auf das gewünschte Produkt gelangt der Artikel in den virtuellen Warenkorb. Spätestens vor Ende des Bestellvorganges muss der Endbetrag (inkl. Versandkosten) auf dem Bestellformular erkennbar sein. Die Versandkosten sind stark Anbieterabhängig. Manche Shops liefern ab einem bestimmten Warenwert Freihaus. Nach der Bestellung erhält der Kunde eine Auftragsbestätigung per E-Mail. Erst durch diese Auftragsbestätigung kommt der Vertrag zustande. Wem die Onlinebestellung zu unsicher ist, sollte sich informieren, ob ein telefonischer Auftrag möglich ist.
Ein weiteres Kriterium ist die Beratung. Hier haben die meisten Anbieter teure Servicenummern geschaltet. Kundenfreundliche Onlineshops bieten darüber hinaus Kontaktformulare für die unmittelbare Kommunikation an. Ist die Beratung freundlich und kompetent, steht einem Kauf nichts mehr im Wege. Sollten jedoch immer noch Zweifel herrschen dann kann man in Internetforen Erfahrungsberichte anderer Käufer zurate ziehen.
Preise vergleichen
Verbraucher mit kleinem Budget sollten auf Preissuchmaschinen zurückgreifen. Aber auch diese Sache hat oft einen Haken. Ähnlich wie bei normalen Suchmaschinen zahlen Anbieter Geld für eine höhere Listung. Einige Preissuchmaschinen listen neben dem Produkt und dem Preis auch die Verfügbarkeit des Artikels auf.
Es gibt unzählige Suchdienste, darunter:
Bezahlarten
Hat der Käufer seine Artikel ausgewählt wird er im Onlinebestellformular nach der gewünschten Zahlungsart gefragt. Nicht jeder Onlineshop bietet alle Zahlungsweisen an. Aus Angst vor Zahlungsausfällen und Betrügereien beschränken sich die meisten Anbieter auf Zahlungen per Nachnahme, Lastschrift oder Kreditkarte. Nachfolgend sind die gängigsten Bezahlarten kurz aufgeführt.
Nachnahme
Der Käufer zahlt beim Erhalt der Ware direkt an den Paketboten. Nachnahme ist ein Kompromiss aus Zahlung per Rechnung und Vorkasse. Ein großer Nachteil sind extrem hohe Nachnahmegebühren, die auf den Endpreis aufgeschlagen werden. Der Betrag sollte möglichst passend bezahlt werden, da Paketdienste keine Wechselstuben sind und, im schlimmsten Fall, die Ware wieder mitnehmen.
Lastschrift
Hier übermittelt der Kunde seine Bankdaten an den Onlineshop. Die Ware wird schneller versand als bei Vorkasse. Gefällt dem Käufer die Ware nicht, kann er sich das Geld leichter zurückholen. Allerdings ist während der Datenübermittlung auf eine sichere SSL Verbindung zu achten. Diese ist gekennzeichnet entweder durch ein Schloss im unteren Bereich des Browsers oder durch ein "s" hinter dem "http" ("https://") in der Browseradresszeile.
Kreditkarte
Die Zahlung erfolgt über die Eingabe der Kreditkartendaten. Ähnlich wie beim Lastschriftverfahren muss auf die sichere Datenübertragung geachtet werden. Die Artikel werden nach Beendigung des Bestellvorganges umgehend ausgeliefert. Unabdingbar ist die regelmäßige Überprüfung der Kreditkartenabrechnung.
Vorkasse
Der Käufer zahlt im Voraus per Überweisung auf das Konto des Anbieters, wartet bis der Händler den Zahlungseingang verbucht hat und erst dann wird die Ware auf die Reise geschickt. In der Regel ist der Endpreis etwas geringer, durch den "Vertrauensvorschuß" an den Händler. Sollte jedoch die bestellte Ware nicht ankommen hat der Verbraucher große Schwierigkeiten sein Geld zurückzubekommen.
Rechnung
Die bequemste und sicherste Art des Bezahlens. Die Vorteile liegen klar auf Seiten des Kunden. Hier muss der offene Betrag innerhalb einer vorgegebenen Frist an den Händler überwiesen werden. Jedoch bietet kaum ein Onlinehändler diese Zahlungsart an. Die schlechte Zahlungsmoral vieler Kunden kann als Hauptgrund angeführt werden.
PayPal
Eine weitere Möglichkeit des Bezahlens ist PayPal, eine ebay-Tochter. Von Heimwerkershops wird diese Form allerdings kaum angeboten. Hierzu wird ein virtuelles Konto angelegt. Dazu müssen persönliche Daten bei der Registrierung angegeben werden. Achten Sie auch hier auf eine SSL Verbindung ("https://"). Um auf diese Art und Weise bezahlen zu können, muss der Kunde zunächst einen Betrag von seinem normalen Bankkonto auf das PayPal-Konto überweisen. Von dort kann er dann bequem die offenen Beträge begleichen. Geldtransfers sind so innerhalb kürzester Zeit abzuwickeln. In der Regel fallen keine Gebühren an. Jedoch sollten Änderungen in den AGB zur Kenntnis genommen werden.
Abschließende Hinweise
Achten Sie darauf, ob Sie bei der Bestellung automatisch der Verwendung Ihrer Daten zu Werbezwecken oder zur Marktforschung zustimmen. Die meisten Anbieter haben eine entsprechende Formulierung in ihren AGB. Wird dieses nicht gewünscht – schriftlich widersprechen.
Speichern Sie NIE Passwörter oder PIN auf Ihrem Rechner. Verwenden Sie ein klassisches "Codebuch".
Verwenden Sie Virenschutzprogramme, Antispionagesoftware und eine Firewall.
Vorsicht vor "Phishingmails". Niemals auf Links in solchen E-Mails klicken – kein Onlineshop fragt Sie nach Ihren Zugangsdaten.

