VoIP Internettelefonie - VoIP Conference
Vom einfachen Telefonat zur Telefonkonferenz mit Hilfe des VoIP-Verfahrens ist es nur ein kleiner Schritt. Und tatsächlich: Selbstverständlich hat der Markt Geräte zu bieten, mit deren Hilfe sich Telefonkonferenzen veranstalten lassen, ohne dass sich jeder Teilnehmer mit einem Headset oder Telefon herumplagen muss. Die weithin eingesetzten Übertragungsprotokolle ermöglichen nicht nur die Übertragung von Sprach- und Bilddaten, sondern genau spezifizierte, gemeinsame Nutzung von Bildschirminhalten oder so genanntes „application sharing“, also gemeinsam laufende Programme. Handelsübliche Software hat heute ja schon häufig Teamfunktionen integriert.
Telefonkonferenzen über VoIP zu veranstalten, beginnt mit Freeware. Skype, eine allerdings proprietäre Software, ermöglicht Chats mit mehreren Teilnehmern. Audioverbindungen sind mit mehr als zwei Teilnehmen, Video bislang nur als 1:1-Verbindung möglich. Andere Beispiele für Desktop-Systeme, also auf PC-Technik aufbauende Konferenzen.
Man unterscheidet laut Wikipedia so genannte Peer-to-Peer- und H.323-Systeme. Zur ersteren gehört auch Skype, als Vorteil werden geringere Kosten genannt (PC, Headset, Kamera stehen häufig schon zur Verfügung). Die so genannten H.323-Systeme bauen auf dem gleichnamigen Protokoll auf. Für die Umsetzung von IP-Adressen, die Videokomprimierung und die Audiokodierung sind noch einmal spezielle Protokolle verantwortlich.
Wer auf Videoübertragung in Telefonkonferenzen verzichten will, hat den Vorteil, bei reinem Audiobetrieb mehr Spielraum bei der Bandbreite zu haben – die Datenrate ist geringer, sagen Fachleute. Denkbar wären etwa so genannte Multicast-Systeme, die laut Wikipedia eine Erweiterung des Internetprotokolls nutzen. Darüber hinaus gibt es abseits vom PC weitere, teils aufwändige Technik für Videokonferenzen.
(fti)

